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AktuellesZukunft des Registers unklar Die Finanzierung des Register Treptow-Köpenick endete mit dem Lokalen Aktionsplan Treptow-Köpenick Ende 2010. Um weitere Bundesmittel zu erhalten, muss zum ohnehin üblichen Demokratiebekenntnis eine umfangreichere Klausel unterschrieben werden, die auch als "Extremismusklausel" diskutiert wird. Diese Klausel müsste der Trägerverein des Projekts die unterschreiben. Das würde bedeuten, dass die Zusammenarbeit aller Anlaufstellen und Melder/innen des Registers auf dem Prüfstand wäre. Es wäre unsere Aufgabe nachzuweisen, dass die Partner/innen verfassungskonform arbeiten und dass sie auch nicht den Anschein erwecken, in Zukunft verfassungsfeindlich zu arbeiten. Messlatte für die Einordnung sind die Verfassungsschutzberichte der einzelnen Bundesländer. Der bisherige Träger offensiv'91 e.V. lehnt die Unterschrift aus guten Gründen ab. Die Koordinierungsstelle des Registers teilt die Bedenken des Vereins voll und ganz. Insofern wird das Register Treptow-Köpenick zur Zeit ehrenamtlich betrieben. Ergebnisse 2010 Die Ergebnisse des Jahres 2010 liegen vor. Es sind 162 Vorfälle zusammengekommen. 70 Prozent davon ist Propaganda. Niederschöneweide (47 Vorfälle) ist noch immer der Ortsteil mit den meisten gemeldeten Vorfällen, dahinter kommt Johannisthal (21 Vorfälle). Grund dafür ist der hohe Anteil an organisierten Neonazis, der in diesen Ortsteilen wohnt. Fast täglich werden Aufkleber geklebt oder Parolen gesprüht, die im Register landen. Was die Angriffe betrifft, gab es im Jahr 2010 nur 7 Stück im Gesamtbezirk. 2009 waren es noch 12. Drei waren rassistisch motiviert, drei richteten sich gegen politische Gegner und einer war homophob. Die Angriffe haben sich auf den gesamten Bezirk verteilt und reichten von Alt-Treptow über Niederschöneweide, nach Altglienicke und sogar Friedrichshagen. Im Vergleich zu 2009 fällt auf, dass die Angriffe im Umfeld der Kneipe "Zum Henker" nicht mehr stattgefunden haben. Der starke öffentliche Druck auf die Kneipe muss dazu geführt haben, dass sich deren Publikum zumindest vor der eigenen Haustür freidlich verhält. Berlinweit sind die Angriffe nicht zurückgegangen, sondern ist leicht gestiegen auf 109 Fälle. Die meisten Angriffe erfolgten in den Statdbezirken Friedrichshain(16)-Kreuzberg(10), Neukölln (15) und Mitte(12). Mehr als die Hälfte aller Angriffe ist rassistisch motiviert. Eine Übersicht über die Ergebnisse anderer Register und die von ReachOut ist in unserer gemeinsamen Pressemappe zu finden. Downloads: Gemeinsame Pressemappe (PDF 1,5 MB), Auswertung Register TK 2010 (PDF 1,9 MB) Über diese Seite Die Ergebnisse des Registers werden alle 6 Monate veröffentlicht und können u.a. hier auf der Internetseite unter Downloads heruntergeladen werden.
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